Zuhausezeit und Social Distancing

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Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das hier wird kein Corona-Post der die Hintergründe, Symptome oder Risikogruppen oder dergleichen erklärt. Hierzu habe ich schlicht nicht die notwendige Expertise und verweise auf die Seite des Robert-Koch-Instituts für all diejenigen, die sich informieren möchten.

Mir geht es vielmehr um den momentanen Zwiespalt der Gesellschaft und die Maßnahmen, die zu ergreifen sind um anderen vielleicht das Leben retten können. 

Wir sind in Heimquaratäne, bis Ende der Woche weil wir vor 2 Wochen in Elsass waren und Elsass jetzt zu einem „Risikogebiet“ erklärt wurde. Alles was vorher also kein Problem war, wie nach draußen gehen und mit Freunden treffen, Essen gehen, zur Arbeit fahren (in Bahn und Bus) und Co ist jetzt nicht mehr möglich. Für uns aber ehrlich gesagt weniger schlimm. Ich kann ohne Probleme im Homeoffice arbeiten und bin dabei aufgrund der heimischen Atmosphäre sogar konzentrierter und effektiver. Schließlich wird man nicht gestört und kann komplett nach dem eigenen Rhythmus gehen. Wir bestellen uns unsere Einkäufe oder auch mal unser Abendessen. Wir gehen in den Garten zum Mittagessen und kochen endlich mal selbst. Wir telefonieren mit Freunden, per Video und schalten eine Bier-Telefonkonferenz mit Bekannten um in gemütlicher Runde ein Bier zu trinken. Einschränkungen haben wir bisher wenige. 

Umso weniger kann ich verstehen, warum nicht alle, denen genau das möglich ist, Zuhause blieben. Es geht dabei nicht um Panikmache, nicht um die Prophezeiung des Weltuntergangs oder einer Apokalypse, es geht dabei um Personen, die es zu schützen gilt weil sie beispielsweise Vorerkrankungen haben oder aufgrund ihres Alters besonders gefährdet sind. Es geht um meine Oma und meinen Opa, meine Eltern, deine Oma und deinen Opa, vllt deine Eltern oder einer deiner Freunde. 

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[Werbung|unbezahlt] »Hi, wir sind’s, die #Risikogruppe. Alle jung, relativ frisch und trotzdem bedroht. Denn wenn wir mit #covid_19 angesteckt werden, könnten wir sterben. Genau das ist wahrscheinlich, wenn du nicht einfach die nächsten Wochen zu Hause bleibst und deinen sozialen Aktionsradius für ein paar Wochen einschränkst. In Italien ist es schon zu spät: Ärzt*innen müssen entscheiden, wen sie beatmen – und wer stirbt. Warum? Unter anderem, weil sich die Menschen zu lange gegenseitig angesteckt haben und dadurch zu viele zu schnell erkrankt sind. Aber warum gehören wir eigentlich zu dieser Risikogruppe? Wir wollen es euch erzählen: @disabletonlive, @amelieebner und @wheel.pics sind das #TetraPack: Sie sind unterhalb der Halswirbelsäule gelähmt und können richtig schlecht abhusten – das Virus könnte sie töten. @kati.gaensebluemchen hat Spina Bifida und ein Lungenvolumen von einem halben Liter – ihr könnt euch vorstellen, wie praktisch das bei einer heftigen Infektion der Atemwege ist. @raulkrauthausen und @typitus haben Glasknochen – same story. @fraugehlhaar hat eine Muskelerkrankung, für die das Virus eine genauso tödliche Gefahr ist – so wie für die Lungen des querschnittgelähmten @realjkrolling. Doch das ist alles noch kein Grund zu sterben – finden wir. Wir hoffen, du auch. Also halte dich an die Empfehlungen und rette Menschenleben – das von uns, aber auch das von vielen anderen #Risikogruppen: Schwangere, Vorerkrankte, Menschen mit anderen chronischen Krankheiten. Du bist auch noch lange keine 60 und in der #Risikogruppe? Gib ihr ein Gesicht. Poste, rede drüber, lass dir helfen. Nutze diesen Hashtag. Join the band. Denn: Gestorben wird später. Viel später. Rock and roll, eure #Risikogruppe.« #corona #iwillsurvive #lebenretten #lebenschützen #pandemic #disability #wheelchair #norisk

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Es geht um die Überlastung des Gesundheitssystems, die begrenzten Beatmungsplätze auf den Intensivstationen und die Vermeidung von sterbenden Menschen aufgrund nicht ausreichender medizinischer Versorgung. Es geht also nicht unbedingt um mich oder meinen Partner es geht um andere! Diejenigen die das alles immer noch verharmlosen, haben genau das noch nicht verstanden. Die Konsequenzen die jetzt gezogen werden sollen sind notwendig um andere zu schützen, egoistische Gründe müssen für das Gemeinwohl einfach mal hinten angestellt werden.

Wenn ich Bilder aus München oder auch aus Frankfurt sehen wie sich Menschen am Wochenende in großen Menschenmassen treffen, Kaffee trinken gehen und Co dann frage ich mich schon, in was für einer Gesellschaft wir leben.

Der pure Egoismus findet sich auch in den Hamsterkäufen wieder. Menschen hamstern kein Klopapier um später ihr Dorf und ihre Nachbarn zu versorgen…. Menschen hamstern für sich. Während andere Zuhause also nun mit der letzten Rolle Klopapier über die Runden kommen, müssen sitzen manche auf 27 Packungen und jonglieren mit ihren hart erkämpften Rollen. Herzlichen Glückwunsch, menschlich gesehen eine riesen Leistung (Vorsicht Ironie!). Wenn sich jetzt ein Hamster angesprochen fühlt und sich zu recht schämt, dann kann er/sie jetzt gerne mal aufstehen und seine Klopapierrollen auf die Nachbarn verteilen, dort vor die Tür stellen und fragen ob sie vllt sonst noch etwas brauchen, wie eine der 35 Packungen Nudeln oder der 47 Packungen Mehl. Denkt an andere. Besorgt das was ihr braucht aber bitte, denkt an andere. Wir brauchen uns jetzt mehr denn je. 

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#ichbleibezuhause … ♥️ werbung | aufruf 1. Die momentane Lage ist wichtig. 
Es ist eine Krise, die ernst genommen werden muss. 2. zu Hause bleiben und Ruhe bewahren Wenn Österreich die sozialen Kontakte allein um ein Viertel reduziert, kann das helfen, die Ausbreitungsrate des Virus zu halbieren. Verzichtet auf Soziale Kontakte und unterhaltet euch telefonisch und geht wirklich nur raus, wenn es unbedingt sein muss ! 3. Mindestens 20-30 Sekunden Hände mit Seife waschen. 
Ebenso wichtig: Weder Hände schütteln noch mit den Händen in’s Gesicht fahren. 4. Die Nutzung der Öffis reduzieren und in Öffis selbst nichts berühren.
 5. Hamstereinkäufe sind nicht notwendig. 
In Österreich ist die Versorgungssicherheit nicht gefährdet. Auch in Lebensmittelgeschäften ist es wichtig 1 m Sicherheitsabstand zu halten. Seid freundlich und respektvoll den Verkäufern und euren Mitmenschen gegenüber
 6. Die Verbreitung des Virus trifft vor allem ältere und kranke Menschen. 
Die Disziplin der jungen Generation ist daher notwendig, um die ältere Generation nicht zu gefährden.
Ruft Eure Großeltern an, vergewissert ihnen, dass sie unterstützt werden, jedoch reduziert den Kontakt.
Bei Symptomen (starkem Kopfweh, Husten, Fieber oder Atembeschwerden) soll man die Telefonnummer 1450 anrufen.
Nicht selbst zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen.
 7. Nehmt Euch Zeit für Euch.
Lest ein gutes Buch. Hört Musik. Tanzt eine Runde. Tut etwas für Euch und Euer Wohlbefinden, um dann vollster Kraft für die anderen Dasein zu können. Legt auch mal das Handy weg. Es ist wichtig informiert zu bleiben, doch alles in einer gesunden Dosis. 8. Konzentriert Euch auf die Fakten, glaubt nur vertrauenswürdige Quellen keinen Fake News.
 9. Denkt an die anderen.
Gerade wenn man gesund und fit ist, muss man aus Toleranz, Solidarität und Respekt die Maßnahmen einhalten, um andere nicht zu gefährden.
Es geht nach wie vor darum, die Kurve abzuflachen, damit das Gesundheitssystem stabil bleiben kann und die öffentliche Ordnung aufrecht! Nicht jeder hat das Privileg zu Hause bleiben zu können, die betroffenen Berufsgruppen müssen funktionieren, da sie in solchen Krisen am wichtigsten sind!
 10. Alles wird gut❣️

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Was können wir also tun, ganz kurz gesagt:

  • Zuhause bleiben
  • im Homeoffice arbeiten (für alle die können und dürfen)
  • an andere denken
  • in der Nachbarschaft fragen ob jemand Hilfe braucht 
  • die Türklinken im Haus desinfizieren wenn ältere Menschen oder Menschen aus einer Risikogruppe mit einem zusammenwohnen
  • unser Immunsystem stärken (Vitamin C, frische Luft und Co)
  • nicht in Panik verfallen
  • positiv bleiben
  • nicht jede News glauben (haltet euch an die zuverlässigen Quellen)
  • die Angebote nutzen, die es gibt (Yoga-Live-Session auf Insta, Videotelefonie, Gruppentelco etc.)
  • Menschenmassen nicht nur meiden sondern nicht entstehen lassen
  • Privatpartys den Kampf ansagen
  • zu unserer Meinung stehen und ruhig erklären warum solche Maßnahmen notwendig sind

Und vor allem positiv bleiben. Egal wie furchtbar Zeiten sind, sie bringen auch etwas Gutes hervor. In diesem Fall die Möglichkeit näher zusammenzurücken auch wenn wir uns physisch voneinander fern halten müssen, gemeinsam etwas zu tun um etwas zu bewegen. Das ist mehr als überfällig gewesen, dass wir uns zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, füreinander sorgen und für das Gemeinwohl an einem Strang ziehen. Was die Klimakrise offensichtlich noch nicht geschafft hatte wird jetzt erneut auf die Probe gestellt. Spätestens jetzt sollten wir das alle verstanden haben! 

Alles Liebe und bleibt gesund

Elisa

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