Kein Land in Sicht? – kurzfristige Methoden, die dir über akute Stressmomente helfen

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Wenn sich schon die To-Do Listen stapeln, die Tage immer länger werden, für jedes erledigte To-Do zwei neue hinzukommen und wir einfach kein Land mehr sehen, dann sehnen wir uns nach einer Auszeit und nach einem stressfreien Moment. Lange Tage der Erholung sind in akuten Stressmomenten oft eher kontraproduktiv, denn sie produzieren noch mehr unerledigte To-Dos, nicht bearbeitete E-Mails und Nachrichten. Was uns hilft sind kurzfristige Tricks mit denen wir wieder schnell das Gleichgewicht finden und uns wieder konzentriert an die Arbeit machen können.

1. Ordnen und sich einen Überblick verschaffen

Wenn alles ausweglos erscheint ist es der Überblick, der die Situation wieder machbar erscheinen lässt. Ordnet was das Zeug hält, vor allem in unterschiedliche Prioritäten. Was ich vor kurzem für mich entdeckt habe ist das Post It-Prinzip. Jedes To-Do wird auf ein Post It geschrieben, die Post Its dann in drei Stapel aufgeteilt: Heute zu erledigen, morgen zu erledigen, bis Ende der Woche zu erledigen. Dann klebt ihr die To-Dos die am unangenehmsten sind und von besonderer Dringlichkeit sind ganz oben auf den jeweiligen Stapel und stuft nach unten hin ab. Je weiter oben desto unangenehmer und dringender also. Stück für Stück kämpft ihr euch durch den ersten Stapel. Jedes erledigte To-do knüllt ihr zusammen und werft es auf den „erledigt“ Haufen. Das visuelle, nämlich der Haufen mit erledigten To-dos hilft euch den Überblick zu behalten und gibt euch ein positives Gefühl.

2. Sich „Land in Sicht“ schaffen

Was ist das Ziel, das ihr habt? Ein leeres Postfach? Ein leerer Schreibtisch? Ein abgeschlossenes Projekt? Keine offenen To-dos mehr? Nehmt euch 5 Minuten Zeit und überlegt, was genau ihr erreichen wollt. Schreibt das auf ein Stück Papier, so präzise wie möglich. Schreibt euch darunter, wie ihr euch fühlen werdet, wenn ihr dieses Ziel erreicht habt. Dann pinnt den Zettel an euren Arbeitsplatz gut sichtbar sodass ihr in Momenten, in denen das Land ganz fern ist, wieder erinnern könnt wo ihr hinwollt und wie es sich anfühlen wird dort anzukommen.

Darüber hinaus gilt „Treat yourself!“. Überlegt euch eine Belohnung, sowohl für eure Zwischenziele als auch für euer Endziel. Das muss keine große teure Sachen sein aber einfach etwas, das euch Freude macht. Vielleicht eine Sache die ihr euch schon immer gewünscht habt.

3. Kurze 5-Minuten Meditation

Hilft euch zwar nicht dabei in diesen 5 Minuten ein To-Do abzuarbeiten aber bringt euch so viel mehr, wenn ihr dadurch wieder neue Kraft bekommt und eine stressfreie Verschnaufpause. Alternativ zu einer kurzen 5-Minuten Meditation könnt ihr auch einen kleinen Spaziergang machen. Kurze Auszeiten nehmen euch keine Zeit, sie machen euch produktiver und schlagen am Ende des Tages Zeit raus.

4. Die Ruhe bewahren

Klingt simple aber ist essentiell. Wer verzweifelt, eine Sinnkrise durchleidet, weint und schreit, der baut zwar kurzzeitig den Druck ab, aber der nimmt sich auch sehr viel Kraft. Kraft, die man gut gebraucht kann, wenn man in einer akuten Stresssituation ist. Deswegen mein Tipp, wenn die Angst und die Unsicherheit oder auch Wut hochkommen: SINGEN! Singt einen Song, einen den ihr liebt, aus vollstem Halse mit! Für alle nicht Selbstständigen, schließt einfach die Tür, für alle die keine Bürotür haben, versteckt euch mit euren Kopfhörern einfach kurz auf der Toilette und singt los. Was kann im schlimmsten Fall passieren? Im schlimmsten Fall werdet ihr die nächsten Tage etwas komisch von euren Kollegen beäugt? Was passiert im Bestfall? Der Stress lässt nach, und entlädt sich auf positive Art, ohne euch die so wertvolle Kraft zu rauben und ihr bekommt am Ende noch Applaus!

In diesen Sinne geh ich jetzt mal eine Runde laut lossingen, denn es ist Montag und so ein Präventionslied aus vollem Halse gesungen, kann schließlich nicht schaden.

Alles Liebe

Elisa

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