Slow Living – warum wir uns alle wieder entschleunigen wollen

Überall und ständig erreichbar,  Informationen mit einem Klick, unbegrenzt, auf etwas warten, das tun wir nicht, wir konsumieren schnell und ständig und am besten auch noch gleichzeitig. Das ist es wohl was unsere Generation ausmacht gleich wie das, womit sie umgehen muss. So schön es ist alles schnell und ohne Aufwand zu konsumieren, so anstrengend ist es für uns auch. Wir alle wollen uns wieder entschleunigen.

Uns fällt es schwer zu fokussieren und uns auf eine Sache zu konzentrieren ohne sich von all den Einflüssen ablenken zu lassen. Wir sind mit den vielen Eindrücken oft überfordert.Wir sehnen uns nach Entschleunigung und einem langsameren Leben, Slow Living. Nach einer Möglichkeit wieder langsamer zu werden, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. 

Es geht im Wesentlichen darum sich wieder mit sich selbst zu verbinden, in sich hineinzuspüren und sich darüber bewusst zu werden, was wir brauchen und sich ohne die ganzen schnelllebigen Einflüsse des Alltags dafür Zeit zu nehmen.

Aber wie schaffen wir es uns zu entschleunigen? Was können wir tun?

Wir haben ein paar Tipps für euch zusammengestellt, die total entschleunigen, euch praktisch zu einem Faultier werden lassen. Los geht’s:

Raus in die Natur!

Wenn es wohl etwas gibt, das sich von dem ganzen schnelllebigen Alltagschaos, das wir haben nicht beeinflussen lässt, dann ist es wohl unsere schöne Natur. Die Blätter fallen im Herbst, ob wir wollen oder nicht. Eine Blüte braucht Zeit bis sie blüht auch wenn wir sie gerne eher blühen sehen wollen würden. Die Natur nimmt sich die Zeit, die sie sich schon immer genommen hat. Deswegen ist es beruhigend raus zu gehen in die Natur und zu sehen, dass manches seine Zeit braucht und sich nicht beeinflussen lässt von unserem schnell schnell.

Journaling

Schreiben hat mir schon immer geholfen mich zu entschleunigen und in eine andere Welt abzutauchen. Setzt euch mit einem Stift und einem kleinen Büchlein hin und reflektiert wofür ihr dankbar seid, was eure Intention für den Tag ist und was vielleicht gerade besonders gut in eurem Leben läuft. Das bewegt euch dazu alle anderen Gedanken zu pausieren und nur auf euch zu schauen.

Smartphone freie Zeit

Einfach mal das Smartphone weglegen, einschließen und es nicht wieder rausholen. Für ein paar Stunden, vielleicht auch einen Tag oder für Fortgeschrittene mehrere Tage. Wer ständig erreichbar ist, ist auch immer wie ein angeknipstes Eichhörnchen bereit in die Kommunikation zu treten, Fragen zu beantworten, E-Mails zu checken, im Internet zu surfen bei Instagram vorbeizuschauen und und und. Wenn man das Smartphone einfach mal beiseite legt, lauern diese Einflüsse nicht und man kann durchatmen. Wer dem unwiderstehlichen Drang eines Telefons nicht widerstehen kann, bedient sich lieber des Festnetz-Telefons und ruft eine gute Freundin an, die man schon lange mal wieder sprechen wollte. 

Deep Work

Jetzt werden manche von euch bestimmt entgegenen: „Aber wie soll ich dann arbeiten, so ganz ohne Smartphone? Wie soll ich mich um alles kümmern?“ Ganz einfach, die Zauberworte heißen Deep Work. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass bereits 20 Minuten nach Arbeitsaufnahme die Konzentration sinkt.

Deep Work bedeutet so viel wie diese Zeit zu nutzen und in sinnvoll strukturierten Arbeitsabschnitten mit genügend Pausen konzentriert arbeiten. Das Smartphone also ab in die Schublade, das E-Mail Postfach schließen und sich konzentriert dem Task widmen, den man sich vorgenommen hat. Sobald die Konzentration abnimmt, lieber eine Pause machen, statt sich von anderen Einflüssen weiter ermüden zu lassen.

Und auch wenn Deep Work und damit Arbeit so gar nicht nach Entschleunigung klingt: auch Zeiten sinnvoll nutzen und dafür in anderen Zeiten pausieren, auch das entschleunigt.

Bewusster Konsum

Wir bestellen etwas und es ist am nächsten Tag da. Egal was wir materiell gesehen möchten, wir bekommen es, wenn wir wollen. Irgendwo auf dem Weg zwischen „das gibt es nicht jeden Tag, das ist etwas ganz Besonderes“ und „dann bestell es dir doch einfach“ ist unser Gespür dafür verloren gegangen was es bedeutet bewusst zu konsumieren.  Wieder nachdenken, ob wir die Sachen wirklich wollen und wirklich brauchen, dieses Bewusstsein brauchen wir wieder.

Ausmisten

Frei machen von Ballast und Dingen, die wir nicht mehr brauchen. Dinge, die uns beschweren und uns den Raum zum Atmen nehmen. Ausmisten hilft wieder einen klaren Blick auf die Dinge zu bekommen und sich dem was man hat, bewusst zu werden. Je weniger uns belastet, desto mehr haben wir Raum zu atmen und die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, uns zu entschleunigen.

Uns was macht ihr um euch zu entschleunigen?

Liebst

Elisa

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