Selbstliebe – und warum wir zu wenig darüber nachdenken, was wir wirklich von uns selbst halten.

„Liebe dich selbst, nur so kannst du ein erfülltes Leben führen.“

„Liebe dich selbst, denn nur so kannst du auch von anderen geliebt werden.“

Macht Sinn oder? Natürlich, aber in der Umsetzung gar nicht so einfach. Seit circa vier Jahren mache ich mich bereits an einer ersthafter Umsetzung zu schaffen und arbeite an mir und meinen Gefühlen mir selbst gegenüber.

Es ist nicht wirklich einfach uns selbst mal tatsächlich „subjektiv“ mit unseren eigenen Augen zu betrachten. Wirklich darüber nachzudenken, was wir von uns selbst halten.

Meist sind unsere Gedanken getrübt und vernebelt von den „objektiven“ Gedanken anderer, die zu irgendeinem Zeitpunkt in unserem Leben uns gegenüber geäußert wurden und einen trüben Fleck hinterlassen haben. Der Fleck trübt unsere eigene Wahrnehmung von uns selbst und vernebelt das Bild das wir eigentlich von uns haben.

Was würden wir also von uns selbst halten, wenn wir aufhören würden uns zu vergleichen und über das nachzudenken, was andere über uns sagen?

Ich liebe mich selbst so wie ich bin, äußerlich und innerlich. Ich liebe meine Art, meine Fürsorge, mein Verständnis für andere Menschen, meine Fähigkeit gut zuzuhören, meine Kreativität, meine Impulsivität, meine Unzufriedenheit, die es mir ermöglicht mich weiterzuentwickeln und keine Ruhe gibt, bevor ich mich durchgebissen habe und vor allem meine innere Stimme, die ganz genau weiß was Sache ist, vor der ich nichts verbergen kann und dir mir jeden morgen Mut macht und mir sagt, wer ich bin und für was ich bestimmt bin.

Sicher könnte man an all den Dingen, die ich an mir liebe etwas auszusetzen finden, aber warum sollte man? Warum also auf andere hören, wenn sie die -in ihren Augen- „Schwachstellen“ beleuchten?

Ich liebe mich so wie ich bin und das sollte jeder von uns tun!

Auch wenn wir täglich wieder von diesen trüben Flecken überlagert werden, wie Wasserflecken auf einem kristallklaren Glas, von Aussagen wie: „Du kannst nicht einfach …“ „Du musst …“ „Sicher, dass du …?“ „Willst du nicht lieber …?“ und „Hast du schon darüber nachgedacht … zu ändern?“

Was gut gemeint sein kann, hinterlässt diese trüben, vernebelnden Flecken, die es schwer machen uns selbst klar zu sehen und uns so lieben zu lernen, wie wird sind, die dazu führen, dass wir ständig Zweifel weg polieren, wo doch eigentlich gar keine hätten sein müssen, hätten wir nur auf uns selbst gehört. Denn keiner denkt von Natur aus, dass etwas mit einem selbst nicht richtig sei. Erst die Vergleiche und Aussagen oder Taten anderer lassen uns zweifeln.

Bis mir das bewusst wurde, vergingen viele Jahre und das reine Wissen darüber, dass es so ist, macht es nur bedingt leichter damit umzugehen.

Hier deshalb meine Tipps:

pampert euch selbst täglich, tut euch etwas richtig Gutes

belohnt euch mit vielen lieben Worten

macht euch bewusst, wie ihr seid und warum ihr euch selbst dafür liebt

sucht nach Menschen in eurem Leben, die keine trüben Flecken hinterlassen, die euch nicht an euch und euren Fähigkeiten zweifeln lassen

sucht euch etwas, von dem ihr denkt, dass ihr richtig gut darin seid, etwas das euch wirklich liegt und euch erfüllt und macht es.

entgeht Situationen, in denen ihr gezwungen seid, euch gegenüber anderen zu beweisen, es ist nicht nötig, ihr seid perfekt, genau so wie ihr seid.

*Ein Aufruf zur Selbstliebe*

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