Bei mir bleiben?! Wie soll das gehen?

by Ute Franz

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So viele quatschen von Achtsamkeit, in der Mitte bleiben, bei sich bleiben. Aber was soll das überhaupt bedeuten?! Wie komme ich überhaupt in meine Mitte, und wo ist denn bitteschön diese Mitte. Vielleicht magst du so denken, vielleicht hast du schon eine leise Ahnung, wo sie liegen könnte oder du bist bereits dort angekommen. 

Vorab sei gesagt: diese magische Mitte, die darf für jeden anders aussehen. 

Aber wie fühlt sich das überhaupt erstmal an, wenn ich NICHT in meiner Mitte bin. Wenn das der Fall ist, dann kann es ganz gut sein, dass du nervös bist, du dir viele Sorgen machst und mit Ängsten zu tun hast. Vielleicht schläfst du auch gerade ganz schlecht und schleppst dich so durch den Tag. Meistens ist dann dein Nervensystem völlig überreizt und du befindest dich sozusagen im “Fight-or-Flight” Modus – zu jederzeit bereit, um dein Leben zu kämpfen. 

Ich kann dir sagen, solche Momente erlebe ich selbst oft – und es ist vollkommen normal und okay (und das nicht nur in Zeiten von Corona!). 

In den folgenden Absätzen gibt es fünf einfache Tipps, die du ohne weiteren Aufwand in deinem Alltag und in genau solchen Momenten einsetzen kannst. Und Spoiler-Alert: es ist keine Raketenwissenschaft 😉

1) ATMEN

Deine Atmung ist eine Funktion des Nervensystems und so kann diese auch direkten Einfluss auf deine Nerven haben. Wenn du unter Druck bist, nervös oder gar einen Angstzustand erlebst, dann wird es dir helfen mal tief in den Bauch zu atmen. Dreimal am Tag 3-5 Minuten stoppen und tiefe Bauchatmungen machen. Außerdem kannst du zusätzlich noch mit der Länge deiner Ein- und Ausatmung spielen. Zur Beruhigung nutzt du eine längere Ausatmung – einatmen für vier Sekunden, ausatmen für sechs oder acht Sekunden.

Und wenn du dich träge, lethargisch fühlst, kannst du das ganze Spiel umdrehen: du atmest für sechs oder acht ein und für vier aus. 

Probier es mal für die nächsten sieben Tage aus und beobachte die Effekte!

2)YOGA NIDRA

Dass ich das als Yogalehrerin hier erwähne, ist fast pure Logik. Yoga Nidra ist ein wenig zu vergleichen mit einem Power Nap, aber 1000-fach besser. Innerhalb von 20 bis 30 Minuten kommst du in Ruhe in deinem Körper an, während dein Geist und dein Körper schlafen, darf dein Unterbewusstsein Heilung und Ruhe erfahren. Yoga Nidra ist eine absolute Wohltat für dein Nervensystem. 

3)HYGIENE

Und nein, hier werde ich nicht vom Händewaschen schreiben, denn es geht mir vor allem um die Social-Media- bzw. Medien-Hygiene. Wenn ich wollte könnte ich 24/7 mir alles zum Weltgeschehen aus den verschiedensten Perspektiven reinziehen. Auf Instagram beobachte ich dann noch die eine, die meinen Traum lebt. Mich frustriert das immens und ich weiß, das bin nicht ich, die das frustriert, sondern mein schwaches fucking Ego, welches sich in den Tunnel ziehen lässt. Was ich dir damit sagen möchte? Einmal am Tag vertrauensvolle und zuverlässige Nachrichten schauen (alles andere ist meist eine Wiederholung) und ansonsten folge Menschen, die dich zutiefst inspirieren.

4)ALL THE FEELS

Also mal aus Frust zur Chipstüte greifen, okay. Aber beim nächsten Mal, frag dich bitte vorab: warum? Warum bist du traurig, wütend, ängstlich? Und bevor die Chipstüte ins Haus kommt, heule, schreie oder tanze eine Runde. Deine Emotionen wollen raus und nicht runtergeschluckt werden. Dein Körper ist dein Unterbewusstsein und speichert jene ungelebten Emotionen. Eine Emotion das ist Energie in Bewegung. Energie, die raus will. Also was auch immer es ist, dass dir gut tut: bewege dich, denn es hilft tatsächlich dabei, alle Gefühle zu leben. Sei es das Laufen, sei es alles im Wald raus zu schreien, sei es mit Taylor Swift alles abzuschütteln. Move it und du kommst bei dir an. 

P.S.: Und nicht immer braucht’s die philosophische Erklärung, warum wir so fühlen. Dein inneres Kind dankt es dir so oder so, wenn du es einfach rauslässt. 

5)NÄHRE DICH! 

Jetzt bin ich mal ganz verrückt und verpacke hier direkt zwei Dinge in einem Punkt, weil wir sind ja schon bei Nummer 5 angekommen. Und fünf hab ich dir versprochen! 

Wir können unseren Körper und unseren Geist auf so vielen Ebenen nähren, mir geht es nun vor allem, um das wohltuende Grün der Natur und nahrhaftes, gesundes Essen. 

Nähre deinen Geist durch ausgiebige Spaziergänge in der Natur (mit Sicherheitsabstand versteht sich) und wenn die Natur nicht in der Nähe ist, dann suche dir ein Viertel in deiner Stadt, welches du noch gar nicht kennst. Jeder Schritt macht den Kopf frei und lässt dich wieder bei dir ankommen. 

Nähre dich mit frischem. gesunden Essen. Frisches Essen ist voller Prana (=Lebensenergie). Je mehr du selbst zubereitest, desto mehr weißt du auch wie viel Liebe auf das Essen übergegangen ist in der Zubereitung.  

Du siehst also, es ist keine Raketenwissenschaft diese Dinge zu tun, um wieder bei dir anzukommen oder bei dir zu bleiben. Aber du musst es tun, denn von alleine tut sich dann doch nichts. Alles ist Übung. 

Und diese Liste ist nur ein Auszug. Für dich ganz individuell kann das alles komplett anders aussehen. Drum frage dich nach dem Lesen dieser Zeilen zu allererst: Was tut mir gut (und ist gleichzeitig gesund)? Und wie kannst du mehr von dem tun, was dir gut tut? 

Und wenn du zu denen gehörst, die gerade sagen: Ich habe keine Ahnung! Dann erinnere dich mal an deine Kindheit und die Dinge, die du damals gerne getan hast. Oder probiere neue Dinge aus, um zu sehen, wofür du dich begeistern kannst und dabei alles um dich herum vergessen kannst, weil du im Flow bist. 

Bleib gesund und bleib bei dir! 

Ute Franz ist ausgebildete Yoga- und Meditationslehrerin sowie Mitbegründerin von “Im Einklang” in Mainz, ein Ort, um in die eigene Mitte zu kommen. Ute unterrichtet dort sowie auch online traditionelles Hatha Yoga sowie Meditation. Ihr Credo ist dabei: Diese Techniken sind für alle da. Diese Tools vermittelt sie, damit auch du wieder in deine volle Kraft kommen kannst. Mehr über Ute und ihr Wirken findest du auf ihrer Website: www.utefranz.yoga

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