Angst – wir alle haben sie aber was können wir dagegen tun

Es gibt einige Ängste, die ich zu meinem Leben gehörend bezeichnen kann: Flugangst, Angst vor dem Ungewissen, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Dunkelheit, Angst davor falsche Entscheidungen zu treffen um nur ein paar der Ängste zu nennen, mit denen ich mich teilweise tagtäglich konfrontiert sehe.

Aber woher kommt eigentlich Angst und was können wir tun, wenn sie aufkommt?

Angst und Ihre Herkunft

Angst ist ein Gefühl, eine Emotion, die bei Bedrohung auftritt. Die Angst hat ihren Ursprung in unserer Evolutionsgeschichte und stellt einen Schutz- und Überlebensmechanismus dar, der in tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten einleitet, also entweder einen Fluchtimpuls oder die Vorbereitung auf einen Kampf.

Was können wir tun, wenn wir Angst haben?

Mir hat das Buch und die Sichtweise von Eckart Tolle hier sehr geholfen. Eckart Tolle ist der Ansicht, dass Angst ein Konstrukt des Verstandes ist und nicht unseres Seins. Das bedeutet schlicht so viel wie dass wir im Hier und Jetzt keine Angst empfinden können. Denn Angst entsteht erst, wenn wir auf unsere früheren Erfahrungen in der Vergangenheit zurückgreifen und auf einen Zeitpunkt in der Zukunft schauen zu dem wir die Möglichkeit sehen, dass ein bestimmtes Szenario XY eintreten wird. Also immer dann wenn der Verstand die Kontrolle übernimmt und nicht unser Bewusstsein.

Was könnt wir tun, wenn wir in einem Angstsituation sind? Wir können uns zurückholen ins Hier und Jetzt. Methoden um das zu tun sind beispielsweise Meditation, die Konzentration auf unsere fließende Atmung oder als ganz einfache Variante: Zählen! Zählt einfach von 100 bis 0 rückwärts und holt euch so wieder in die Gegenwärtigkeit zurück.

Jetzt werdet ihr euch möglicherweise Fragen welches Hilfsmittel euch bei einer langfristigeren Angst helfen kann. Mit Flugangst hilft bei einem Langstreckenflug natürlich kein von 100 auf 0 zählen und auch gegen die Angst Entscheidungen zu treffen kann, nützt dauerhaften anzählen nichts.

Mir persönlich hilft es mir vorzustellen, wie ich meine Angst zu mir heranziehe und sie mir ganz genau anschaue. Ich gucke mir an wie sie aussieht und beschaffen ist, ich frage mich wo sie herkommt und auf welches Ereignis sie vielleicht zurückzuführen ist. Ich bin wie ein Forscher mit einer Lupe der sich auf Insektensuche macht und inspiziere und hinterfrage die Angst. Dann lasse ich sie ziehen, wie eine Wolke über meinem Kopf hinweg. Sie ist immer noch da die Angst, ich sehe sie und stelle mir vor sie schwebt in der Wolke über mir. Ich nehme sie wahr, aber ich halte sie im Außen. Wichtig ist sich nicht von ihr vereinnahmen zu lassen, denn damit öffnen wir ihr die Tür zu unserem Verstand und sie nistet sich ein und löst körperliche und psychologische Reaktionen aus.

Sie zu akzeptieren falls sie da ist, sie wahrzunehmen und sich immer wieder auf dem Moment zu konzentrieren, das hilft zumindest mir persönlich sehr.

Was hilft euch in Momenten der akuten Angst oder langfristig bei immer wiederkehrender Angst?

Alles Liebe,

Elisa

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